Ehrenhofpreis

Auf Initiative des Stifters Dr. Georg Landsberg wurde 2016 der Ehrenhof-Preis gegründet, der gemeinsam mit dem Kunstpalast jährlich an Absolventinnen und Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie verliehen wird. Während des traditionellen Frühjahr-Rundgangs wird von einer Jury der Preisträger/die Preisträgerin bestimmt und ein Preisgeld vergeben. Darüber hinaus schließt der Preis im Folgejahr eine kleine Museumsausstellung mit Begleitpublikation ein.

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Aurel Dahlgrün

Während des Akademie-Rundgangs 2018 an der Kunstakademie Düsseldorf wurde Aurel Dahlgrün (*1989) aus der Klasse von Christopher Williams für seine Arbeit „Nineteen Weeks of Water“ mit dem Ehrenhof-Preis ausgezeichnet. Er präsentiert ein quadratisches Metallbecken, gefüllt mit Wasser, das er durch einen Entfeuchter aus der Luft in der Kunstakademie gewonnen hat. Der größere Teil der so gesammelten 100 Liter Wasser lagert im Ausstellungsraum in Plastikkanistern. Dazu zeigt er in seinem Raum großformatige Fotogravüren und ein limitiertes Künstlerbuch zum Thema Wasser in verschiedensten Erscheinungsformen. Im Kunstpalast wird seine Präsentation parallel zum Rundgang 2019 eröffnet werden.

Ehrenhofpreis 2018 | Preisträger Aurel Dahlgrün, Foto: Moritz Krauth

Morgaine Schäfer

 Morgaine Schäfer ist die 2. Trägerin des Ehrenhof-Preises. Morgaine Schäfer wurde 1989 in Wolfsburg geboren und studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Christopher Williams. Sie erhielt den Preis für ihre Arbeit „Westen – wschód“, in der sie anhand von Familienfotos ihre eigene Geschichte reflektiert und Fragen der Identität behandelt. In ihrer Ausstellung im Museum Kunstpalast 2018 anlässlich der Preisverleihung knüpft sie an diese Fragestellung an und nimmt eine Reihe von Holzreliefs als Ausgangspunkt, die in der Tradition niedersächsischer Fachwerkdekoration stehen und von einem ihrer Vorfahren am Beginn des 20. Jahrhunderts geschaffen wurden. Eine Fotografie der Reliefs in ihrer derzeitigen Präsentation bildet die Basis der Arbeit. Morgaine Schäfer reflektiert mit dieser Arbeit das Potenzial des Mediums der Fotografie und fragt nach der Verbindlichkeit handwerklicher Ethik, nach Identität und Heimat. Sie verweist mit ihrer Arbeit auf die komplexe und teils widersprüchliche Weise, in der sich Identität bilden kann. Die Ausstellung ist gleichzeitig auch der Beitrag des Museum Kunstpalast zu Düsseldorf Photo. Begleitend erscheint eine Publikation der Künstlerin.

Morgaine Schäfer | Invitation card schwimming pool (Brome), 2017, inkjet print, 21 x 29 cm, Morgaine Schäfer VG Bild-Kunst, Bonn

Ulrike Schulze

Die erste Trägerin des Ehrenhof-Preises ist Ulrike Schulze. Geboren 1985, schloss sie ihr Studium 2016 bei Rebecca Warren ab. In ihren skulpturalen Arbeiten setzt sie sich in der Regel mit den Präsentationsorten und -gegebenheiten auseinander, so auch in ihrer Ausstellung im Museum Kunstpalast, der sie den Namen „Panama“ gab. Mit wenigen kruden Objekten aus Bauplatten, Ton oder Beton erschließt sie den Raum. Durch die zurückhaltende, aber gezielte Positionierung der Skulpturen wird die Architektur zu einem gleichwertigen Gestaltungselement – bestimmte Eigenheiten des Ortes treten hervor, Übergänge zwischen Installation und Ausstellungssaal werden verunklärt. In dieser Unbestimmtheit gelangen wir nach „Panama“. Neben dem realen Land löst der Titel spielerische Assoziationen aus.

Ehrenhofpreis 2016 | Ulrike Schulze Installationsansicht PANAMA. Foto: Stefan Arendt, LVR-ZMB