SPARDA`S PALASTRAUSCHEN

Düsseldorfs junge Kunstszene ist vielfältig und aufregend!



 

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SPARDA'S Palastrauschen am 22. Oktober 2020

Es rauscht im Kunstpalast! Natürlich mit dem nötigen Abstand und Maske!

Bei Sparda’s Palastrauschen wird der Kunstpalast – und diesmal auch das NRW-Forum - zur Bühne für digitale Medienkunst, Performances und Musik. Studierende des Instituts für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule präsentieren hier ihre Arbeiten. Immer mit dabei ein DJ Set live gestreamt von Callshop Radio, der unabhängigen Online Radiostation am Worringer Platz.

Die vierte Ausgabe von Sparda’s Palastrauschen präsentieren wir Euch wieder vor Ort, zum Teil aber auch digital als Livestream.

Da aufgrund der Coronaschutzverordnung die Besucherzahl begrenzt ist, kann es zu Wartezeiten kommen. Bitte habt Verständnis, dass im gesamten Kunstpalast und NRW Forum ein Mund- und Nasenschutz getragen werden muss.

Sparda’s Palastrauschen wird ermöglicht durch die Unterstützung der Stiftung der Sparda-Bank West!

***Programm-Flyer zum Download***

 

Foto: Dominik Schmitz, LVR-ZMB

 

Abendprogramm

***Live Acts***


18 Uhr – Hörsalon Spezial mit Juliane Blum LIVE
Ausstellung „#cute. Inseln der Glückseligkeit”
Ort: NRW-FORUM

„Stellen Sie sich vor, in dem Mikrofon, in das Sie singen, säße eine Person, die darüber entscheidet, ob das, was Sie in das Mikrofon sprechen, aufgenommen wird.“ Juliane Blum untersucht die Transformation von Gesprochenem in Geschriebenes. An öffentlichen Orten, wie Cafés und in der Bahn, hat sie alltägliche Gespräche per Hand mitgeschrieben. Mit Stift und Papier wurde sie selbst zum Aufnahmegerät. Aus den bruchstückhaften Texten wurden im Tonstudio eingesprochene Hörstücke. Diese werden im Ehrenhof zu hören sein.


Ab 18 Uhr - Live DJ Set mit Sascha aka. JD Pots und No Obi No Insert

Kristallbar und Ausstellungsfoyer (Kunstpalast)
Ort: Kunstpalast

Liveübertragung durch Callshop Radio.


Ab 18 Uhr – Kunstbetrieb, 2020 mit Nathalie Brum
Ausstellung „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“
Ort: Kunstpalast

Der Kunstpalast wird akustisch auf links gedreht. Verborgene Geräusche der technischen Infrastruktur des Museums erklingen für einen Abend im Ausstellungsraum. Für das Projekt sammelte die Klangkünstlerin und Architektin Nathalie Brum Tonaufnahmen jenseits des öffentlich zugänglichen Bereichs des Museums in den Lüftungs- und Kältezentralen sowie im Triebwerksraum des Lastenaufzuges. Die daraus entwickelte Langzeitkomposition verwandelt ‚akustischen Abfall‘ in musikalisch immanente Klänge und lässt die Grenze zwischen Kunst und Infrastruktur verwischen. Ausgangspunkt für diese Arbeit sind sowohl Brums Erfahrungen als Ausführungsplanerin für öffentliche Bauten als auch ein studentischer Nebenjob als Aufsicht im LudwigForum Aachen.

 

Nathalie Brum © Wjatscheslaw Brum

Foto: Anne Orthen

Videoinstallation // Leonie Strecker - Im Schoß des Meer

Videoinstallation // Matthias Erdmann – Process

***Installationen***

 

Mitgeschrieben, 2019 - Klanginstallation
Juliane Blum
Ort: Ehrenhof

"…also ich weiß, ich denk' wenn man
sagt, man macht jetzt was kleines, aber
nee, wir machen so, bei Ideen, dann
würd ich nämlich bei ihm eher, nee
ich will einfach eher, das sind wirklich
so Sachen ganz ehrlich
die sind alle konträr,…"
– unbekannt

Im Schoß das Meer, 2020 – Audiovisuelle Komposition
Leonie Strecker (Konzeption, Komposition, Schnitt)
Rose Weissgerber (Stimme)
Ort: Ausstellung „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“ (Kunstpalast)

Thematisch basierend auf Überlegungen zur Methapher des Wassers für das Weibliche besteht die audiovisuelle Komposition aus gefundenen Videos, die zusammen mit Stimm- und Atemklängen der Sängerin Rose Weissgerber komponiert werden. Die Ambivalenz des Themas wird herausgestellt und durch einen direkten, sensitiven Zugang erschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

W.A. Mozart, Fantasie c-moll KV396/385f – visuelle Interpretation ohne Spielerin, 2020
Alexander Borowski (Visualisierung und Konzept)
Lisa Smirnova (Konzept und Interpretation)
Benedikt Fuchs (Tonmeister)
Ort: Robert Schumann Saal (Kunstpalast)

„Visuelle Interpretation ohne Spielerin“ versucht, die musikalische Form sowie Aspekte der Interpretation in der Darbietung eines klassischen Klavierwerks ohne einen Menschen auf der Bühne zu vermitteln. Eine Projektion auf Instrument und Bühne nimmt die Form durch sich ineinander verwandelnde planetarische Oberflächen auf, die Interpretation wird durch deren plastische Modulation dargestellt. Wir sehen die Projektion dort, wo sonst eine Person am Instrument diese Aspekte verkörpern würde.

„lost in translation“, 2020 - Videoinstallation
Laurenz Ulrich 
Ort: Foyer Robert Schumann Saal (Kunstpalast)

Entkoppelt vom Parameter Zeit bietet die Technik der Photogrammetrie die Möglichkeit, ein Objekt oder einen Ort auf neue Weise kennenzulernen. Zweidimensionale Bilder werden zu begehbaren dreidimensionalen Objekten. Eingefrorene Soundscapes trennen sich von ihrer zeitlichen Kontinuität. Die durch künstliche Dimensionserweiterung erschaffenen Traumwelten verharren kurz vor der Auflösung ins Nichts. „Lost in translation“ ist ein Versuch der Konservierung von visuellen und auditiven Erlebnissen.


Process, 2020 - Videoinstallation
Matthias Erdmann (Video)
Andy Ernst (Musik)
Ort: Foyer Robert-Schumann-Saal (Kunstpalast)

Das Ausgangsmaterial der Arbeit ist ein mit Bleistift gezeichneter Kreis auf einem Blatt Papier, welcher anschließend abfotografiert wurde. Während der Animation haben Zufall und festgelegte Parameter in der Programmierung es ermöglicht, unterschiedliche Neuinterpretationen des Ausgangsmaterials in einem kontinuierlichen, gestalterischen Prozess darzustellen.

 

Leonie Strecker

Matthias Erdmann

Alexander Borowski

LIVESTREAM // W.A. Mozart, Fantasie c-moll KV396/385f – visuelle Interpretation ohne Spielerin, 2020

 ***Sparda’s Palastrauschen digital - LIVE***

- Live auf dem Instagram-Account vom Kunstpalast: Laura Dresch (Kulturjournalistin, u.a. WDR und Deutschlandfunk) moderiert durch den Abend!

- Live Stream aus dem Robert Schumann Saal

- Präsentation aller Videoarbeiten ab 18 Uhr auf YouTube & unserer Homepage!

Alle Arbeiten entstanden im Rahmen der Studienschwerpunkte Visual Music, Musik und Text, Musikinformatik sowie im Masterstudiengang Klang und Realität am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

 

Foto: Dominik Schmitz, LVR-ZMB