Öffentliche Führung
Glassammlung
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Vom Trinkglas über aufwendige Glasfenster bis zur Glasskulptur: Die Glassammlung vereint Glasobjekte aus aller Welt und zeigt die Jahrtausende lange Entwicklung der Glasproduktion. Lernen Sie in diesem 60-minütigen Rundgang die Vielfalt unserer Sammlung kennen. Es werden ausgewählte Werke, Inhalte und Konzepte vorgestellt.
Glassammlung


Als die ersten Glasmacher Sand und Asche miteinander verschmolzen, muss das Resultat wie ein Wunder gewirkt haben. Es war ihnen gelungen, aus einfachen Rohstoffen leuchtend farbige Edelsteine nachzuahmen. Seitdem sind fast 4.000 Jahre vergangen, und bis heute bleibt Glas ein faszinierendes Material der Hochtechnologie und der Kunst.
Die Stärke der Glassammlung liegt in ihrer Geschlossenheit, die von der Antike bis in die Gegenwart einen fast vollständigen Überblick über die Geschichte der Glaskunst bietet. Viele der „Sternstunden“ in der Entwicklung der Glaskunst werden hier mit einzigartigen Hauptwerken belegt. Darüber hinaus haben sich Schwerpunkte herausgebildet:

– Antike: Glas der Römerzeit, etwa von 50 bis 450 n. Chr., meistenteils aus Werkstätten des Nahen Ostens
– Islam: der Nahe Osten vom 6. Jahrhundert bis um 1400
– Mittelalter: eine der weltweit besten Sammlungen zu Gebrauchs- und Luxusgläsern von der Merowingerzeit bis zur Renaissance
– 1500 bis 1880: Spitzenwerke der europäischen Glaskunst von der venezianischen Renaissance über den barocken Glasschnitt bis hin zum Biedermeier und Historismus
– Jugendstil: Werke des französischen Art Nouveau, ca. 1885-1904, bilden den besonderen Schwerpunkt der Glassammlung
– 1920–1960: Aufbruch in der Glaskunst seit den 1920er-Jahren in Murano, den Niederlanden und Skandinavien
– Glasdesign: Dokumentation der europäischen Glasgestaltung seit dem Zweiten Weltkrieg
– Studioglas seit 1962 und zeitgenössische Kunst: der freie künstlerische Umgang mit Glas

Schätzungsweise 400 Personen und Institutionen haben die Glassammlung seit ihren Ursprüngen beschenkt. So verdankt sich die Qualität der Sammlung zu einem erheblichen Teil dem privaten Engagement unserer Förderer. Allen voran steht die ca. 3.000 Objekte umfassende Sammlung des Düsseldorfer Architekten Helmut Hentrich (1905–2001), der vor allem Jugendstilgläser sammelte. Endgültig zu Weltgeltung gelangte dieser Bereich durch die Sammlung der Heidelberger Unternehmerin Gerda Koepff (1919–2006). Jüngst ist mit der Sammlung der Hamburger Apothekerin Frauke Thole ein Schwerpunkt auf das Lebenswerk des tschechischen Bildhauers Jan Fišar (1933–2010) hinzugekommen.

Rhino Palast
Sonderräume für Kinder gestaltet von Christoph Nieman
Auch für die Glassammlung hat der Künstler und Illustrator Christoph Niemann exklusiv für den Kunstpalast einen weiteren Sonderraum für Kinder entwickelt. Im Rhino Palast können Groß und Klein auf Entdeckungstour gehen, die Grenzen ihrer Wahrnehmung ausprobieren und spielerisch das Museum für sich erobern. Hinter den kleinen Türen mit niedrigen Klinken und dem Rhino-Logo verbergen sich unterschiedliche optische Illusionen, die zur Interaktion einladen und Bezüge zur Sammlung des Kunstpalastes herstellen. Im neuen Raum „Facetten“ werden der eigene Körper und die Bewegungen ähnlich wie bei geschliffenem Glas in viele kleine Flächen geteilt und reflektiert. Die Besucher*innen können anhand der wechselnden Projektionen ihre LieblingsfacetteMehr erfahren

Neue Feautures der Kunst­palast App
Mit Informationen zu über 100 Werken der Glassammlung, darunter über 20 multimediale Stationen (Audio und Video) und einem neuen Augmented Reality Feature zum Fenster der Villa Possehl, Travemünde, 1904 (Entwurf) von Henry van de Velde, bietet die Kunstpalast App ein spannendes digitales Erlebnis für die Besucher*innen.Mehr erfahren
Begleitprogramm
Bildnachweise
Bildnachweise
Sparda’s Junge Nacht
20 – 2 Uhr
Vorankündigung

Sparda’s JUNGE NACHT versteht sich als Nacht der jungen Künste. Für die Organisation des über die Grenzen Düsseldorfs hinaus bekannt gewordenen Events übergibt der Kunstpalast in Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte die Regie an Studierende der Heinrich-Heine-Universität. Jedes Jahr zieht die Veranstaltung mit ihrem vielseitigen Programm aus Kunstgesprächen, Performances und Party über 1000 Besuchende an.
Treffpunkt Museum
Drucke aus der Scharf Collection
Eintritt frei für geflohene oder zugewanderte Menschen
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Entdecken Sie mit uns die Grafiken der Scharf Collection! Wir sehen die düsteren Szenen bei Francisco de Goya oder die bunten japanischen Farbholzschnitte. Viele französische Künstlerinnen und Künstler im 19. Jahrhundert ließen sich von diesen druckgrafischen Werken inspirieren. Gemeinsam lernen wir die Arbeiten von Henri de Toulouse-Lautrec kennen und tauchen in die bunte Welt von Henri Matisse ein. Im Anschluss werden wir selbst kreativ.
Treffpunkt Museum ist einmal im Monat.
Geflohene oder zugewanderte Menschen sind herzlich willkommen, für sie ist der Eintritt frei.
Wir freuen uns auf Sie!
Palastplausch
Gespräche bei Kunst, Kaffee und Kuchen
Die GeSoLei-Ausstellung 1926
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Die GeSoLei-Ausstellung 1926
In dieser besonderen Reihe stehen neben den kunsthistorischen Hintergründen, der gemeinsame Austausch und persönliche Eindrücke im Mittelpunkt. Manchmal braucht es nur ein Kunstwerk, um eine Unterhaltung zu beginnen oder Erinnerungen zu wecken.
Reisen Sie mit uns einhundert Jahre zurück zur „Großen Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen“. Die GeSoLei vereinte unterschiedliche Themengebiete wie Sport, Hygiene, Kunst und Soziales miteinander und umfasste gleichzeitig ein vielseitiges Vergnügungsprogramm. Mit 7,5 Millionen Besuchende zwischen Mai und Oktober 1926 war sie die größte Schau der Weimarer Republik. Erfahren Sie mehr über diesen einzigartigen Abschnitt der Düsseldorfer Geschichte.
Nach dem Rundgang laden wir herzlich dazu ein, in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen die Gespräche fortzusetzen.
Im Preis sind ein Stück Kuchen und ein Kaffee, Cappuccino, Tee oder Softdrink nach Wahl enthalten.
Das Format richtet sich an Menschen, die ihren Alltag durch neue Begegnungen bereichern möchten und Interesse an Kunst haben, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Zeichnen im Kunstpalast
Unter freiem Himmel
25.6.2026, 18:30-20:30 Uhr
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Wir erfreuen uns an den langen Juni-Abenden, packen unsere Zeichenmaterialien und gehen hinaus. In schnellen Skizzen halten wir die sommerliche Szenerie fest. Die tiefstehende Sonne lässt das Wasser des Springbrunnens glitzern und in den länger werdenden Schatten spielen die ersten Menschen Boule. Der Ehrenhof bietet eine stimmungsvolle Bühne für unsere Zeichnungen.
Ganz gleich, ob Sie neu anfangen oder schon Erfahrungen haben – Sie sind herzlich eingeladen mitzumachen!
Workshop für Erwachsene
Malerische Transformationen
20.6.2026, 13:30-17:00 Uhr
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Einfach mal drauflosgemalt! In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Praxis des Modifikationismus, bei dem die unterschiedlichen, vorgefundenen Bilder durch malerische Eingriffe transformiert werden. Im Bearbeiten und gemeinsamen Gestalten erkunden wir neue Lesarten und visuelle Möglichkeiten. Kritzeln, klecksen oder schmieren – dies ist ein offener Raum, der Sie dazu einlädt, mit Farben und Materialien bunt, ohne Vorgaben und neu zu experimentieren.
Dieser Workshop ist für Personen mit und ohne künstlerische Vorerfahrung geeignet. Englisch und Spanisch sprechende Leute können ebenfalls teilnehmen.
Treffpunkt Museum
Geschichte des Ehrenhofs
Eintritt frei für geflohene oder zugewanderte Menschen
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Erfahren Sie mehr über die Geschichte des Ehrenhofs: 1926 wurden die Tonhalle, Rheinterrasse, das NRW-Forum und der Kunstpalast für die „Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen“ (kurz: GeSoLei) gebaut. Die Ausstellung verband Themen wie Hygiene, Kunst, aber auch Sport und Freizeit. Gemeinsam spazieren wir durch 100 Jahre alte Architektur und teilen unsere Erinnerungen an diesen Ort. Im Anschluss werden wir selbst aktiv und kreativ.
Treffpunkt Museum ist einmal im Monat.
Geflohene oder zugewanderte Menschen sind herzlich willkommen, für sie ist der Eintritt frei.
Wir freuen uns auf Sie!
Aquarell-Workshop für Erwachsene
Sonnenschein im Ehrenhof
5.6.2026, 14:30-17:30
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Genießen Sie den Ehrenhof und fangen Sie diesen Eindruck mit Pinsel und Farbe ein! Der Workshop findet wieder im Freien statt. Wir beobachten diesmal die Architektur des Kunstpalasts und das Spiel der Formen und Farben im Licht. Wie halten wir diese Szenerie am besten fest? Draußen zu Malen erfordert schnelle Entscheidungen, bietet aber auch viele Details und inspirierende Momente. Lernen Sie Methoden und Techniken kennen, um mit Aquarellfarben Ihre Impressionen umzusetzen.
Der Workshop ist für Anfänger*innen und Fortgeschrittene geeignet.
Materialien sind vorhanden. Gern können Sie eine Staffelei, einen klappbaren Hocker oder eine andere Sitzgelegenheit mitbringen.
Leseshow mit Jakob Schwerdtfeger
Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht.
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Die Welt der Kunst ist eine gigantische Bereicherung. Gleichzeitig fühlen sich viele Menschen von der Kunstwelt überfordert und sind abgeschreckt. Damit ist jetzt Schluss! Jakob Schwerdtfeger begeistert mit seinem ganz eigenen Blick: Was hat der Impressionismus mit Hunde-Pullovern zu tun? Warum sieht der Kubismus aus, als hätte man in einen Spiegel geboxt? Und wie wurde die Renaissance zur Streberin unter den Kunstepochen?
In seiner Leseshow versammelt der Stand-Up-Comedian und Kunsthistoriker jede Menge Meisterwerke, Geheimtipps, Anekdoten sowie Kunst-Skandale und liefert einen zeitgemäßen, erfrischenden Blick auf die Kunstgeschichte. Diese einzigartige Mischung aus Unterhaltung und Wissen lässt uns die Kunst anders erleben. Wie ein Trüffelschwein sucht Schwerdtfeger nach Funfacts und ergründet, warum die Mona Lisa in einer Pizza-Werbung landete und wie ein Künstler Google Maps austricksen konnte. Dieses Buch macht Bock auf Kunst.
Jakob Schwerdtfeger (Jahrgang 1988) ist Kunsthistoriker und Stand-up-Comedian. Nach dem Studium der Kunstgeschichte arbeitete er mehrere Jahre am renommierten Frankfurter Städel Museum in der Kunstpädagogik. Seit 2012 steht er auf Bühnen und verbindet Kunstwissen mit Entertainment – innovativ, kenntnisreich und lustig.







