Palastblühen


12. bis 21. April 2024

Duftende Blüten, frisches Grün und blühende Zweige – passend zum Frühlingsanfang und nur für kurze Zeit ist im Kunstpalast ab 12. April erstmals eine außergewöhnliche Präsentation zu sehen: Düsseldorfer Florist*innen interpretieren mit ihren Blumenarrangements die Kunstwerke im neu eröffneten Sammlungsrundgang. Die auf diese Weise neu entstehenden poetischen Räume laden Besucher*innen ein, sowohl die Natur in einem anderen Zusammenhang zu betrachten als auch überraschend neue Blicke auf die Kunst zu wagen.

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Elf Florist*innen aus renommierten Studios folgten dem Aufruf des Kunstpalastes, sich mit der Sammlung des Hauses auseinanderzusetzen und florale Interpretationen passend zu den Räumen oder zu einzelnen Werken zu schaffen. Bei der Auswahl der Arbeiten sowie der Gestaltung ihres damit korrespondierenden Blumenarrangements hatten sie freie Hand. „Für wenige Tage – dies ist der Natur der Sache geschuldet – blüht und duftet es in unserer Sammlung. Die Besucherinnen und Besucher erwarten hier neben den im Rundgang ausgestellten Objekten rund 30 florale Meisterwerke. Denn auch das ist Kunst und lohnt betrachtet zu werden!“ so Generaldirektor Felix Krämer. „Es ist für uns eine neue Erfahrung, echte Blumen auszustellen.“

Vergleichbare Ausstellungen finden in den USA jährlich in mehreren Museen statt, darunter das Saint Louis Art Museum oder das Museum of Fine Arts, Boston. In Europa ist das Format beispielsweise im Aargauer Kunsthaus etabliert. Der Kunstpalast ist das erste Museum in Deutschland, das in einem so umfangreichen Projekt mit der Verbindung von bildender Kunst und Floristik Menschen ins Haus lockt, die bislang nicht zum klassischen Ausstellungspublikum zählen. Gleichzeitig macht das Projekt die hohe handwerkliche und kreative Leistung von Florist*innen sichtbar und bietet ihnen eine Bühne: Kunst trifft Kunst!

So erwartet die Besucher*innen am Monumentaltor eine vom October First Studio inszenierte Installation aus Blüten aller Weltreligionen, während in dem Raum „Von den Besten lernen“ Seidenblumen den auf einem kopierten Kunstwerk dargestellten Blumenstrauß nachbilden und so eine dritte Ebene entsteht. Mit der Blumensymbolik in der Marienverehrung – Akelei, Rose, Lilie und Iris – beschäftigt sich die Blumenmanufaktur. Die Florist*innen der Tannendiele gestalten eine florale Wolke aus Eucalyptus, Buche, Gräsern und Orchidee, die sie dem gigantischen „Erdtuch“ von El Anatsui zur Seite hängen, während sie neben dem Werk des Spaniers Francisco de Zurbarán das Thema „Vergänglichkeit“ in Szene setzen.
Eine Kombination aus Schleierkraut und Blüten ist für die Interpretation des Damenkleids „Robe à la francaise“ vorgesehen, das die Floristin der Dornrose inszeniert. Im Sammlungsbereich „Eine neue Kunst“ interpretiert sie mit wild gemixten Blumen das Werk „Freundschaftsgalerie“.
Das Team um den Floristen Victor Breuer kreiert ein Arrangement aus zarten Blüten des Spätfrühlings wie Iris, Ranunkeln, Anemonen, Tulpen, Clematis und Rittersporn, gesteckt zwischen Quittenzweige, vor „Amor, einen Pfeil in ein Herz stechend“ von Sally Kügelgen. Die neue Wendeltreppe wird mit Papier, Glas und Calla schwungvoll interpretiert. Komplementäre Farben treffen bei dem Schwammrelief von Yves Klein aufeinander. Ein Blütenspiel zwischen den Jahreszeiten zeigt das Team im Raum „Düsseldorfer Malerschule“.
Das Thema „Hoffnung“ wird durch die Florist*innen von Nymph Flowers mit Stacheldraht vorgebenden Brombeerranken, Gräsern und Asparagus um Op de Beecks Skulptur „Schlafendes Mädchen“ in Szene gesetzt. Ein großer, wilder Blumenkranz aus Anemonen, Tulpen, Rosen, Hortensien, Ranunkeln und Eukalyptus wird für die Werke „Der Gähner“ und „Badendes Mädchen“ zweigeteilt und ihre Gegensätzlichkeit unterstrichen. Das Blumenhaus am Hofgarten gestaltet mit weißen Orchideen und leichtem Transparentpapier einen Kontrast zu der wuchtigen Skulptur „Die Steinklopferin“ von Karl Janssen. Ein in Form und Farbe reduziertes Arrangement ist im Raum „Radikale Reduktion“ zu entdecken. Blumen Lehmann widmet sich dem Thema Verwandlung mit blauem und weißem Rittersporn vor dem „General“ von Tony Cragg. Intimität und Zärtlichkeit des Werkes „Vira VI“ von Vivian Greven betonen pastellfarbige Blumen in Gestecken. Das Team von Blumen Tanzmann überrascht die Besuchenden mit dem frei im Raum stehenden „Blumenstillleben mit Flieder und Anemonen“, welches den Blick auf zwei Blumenarrangements versperrt und gleichzeitig freigibt. Ein Hochzeitsgesteck aus Rosen findet sich auf der „Frisierkommode Plaza“ und im Creamcheese-Raum gibt es buntes Treiben an der Theke mit verschiedenen außergewöhnlichen Blumen.
Rund 30 florale Kreationen erwarten die Besucher*innen des Kunstpalastes in den kommenden zehn Tagen im Sammlungsrundgang und ermöglichen – sowohl visuell als auch olfaktorisch – einzigartige Sinneseindrücke.

Teilnehmende Floristinnen und Floristen:
Blumenhaus am Hofgarten – Tino Hoogterp
Blumen Lehmann – Victoria Bernds
Blumen Tanzmann – Anne Haase-Tanzmann
Die Blumenmanufaktur – Thomas Mickeleit
Dornrose – Sabine Krusekopf
Nymph Blumendesign – Alla Mandic
October First Studio – Nina Gehrke
Tannendiele – Astrid Franke, Michael Frings
Victor Breuer – Victor Breuer, Nele Münzner

Projektverantwortliche: Lena Spoo, Kunstpalast

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