Empört Euch! Kunst in Zeiten des Zorns

Unter dem Aufruf „Empört Euch!“ zeigt der Kunstpalast eine internationale Gruppenausstellung mit rund 60 Werken, die vor dem Hintergrund aktueller politischer Herausforderungen Wut und Zorn in unserer Gesellschaft sichtbar macht und reflektiert.

29.10. - 10.1.2021

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Wut und Zorn gehören zu unseren intensivsten Gefühlen. Viele halten sie für gefährlich, andere möchten sie salonfähig machen. Das aktuelle Weltgeschehen zeigt, wie stark sie die Diskussion über unser gesellschaftliches Miteinander prägen: Verschwörungstheorien, rassistisch motivierte Gewalt, extremistischer Terror oder „Fake News“ sind nur einige der besorgniserregenden Folgen populistischer Machtpolitik, die Ängste schürt und auf Polarisierung und Ausgrenzung setzt. Demgegenüber stehen weltweite Proteste gegen totalitäre Strukturen, Unterdrückung von Minderheiten und die Verschärfung des sozialen Gefälles in der Gesellschaft. In etlichen Ländern scheinen die Demokratie in der Krise und viele Menschen zunehmend in Aufruhr.

Die Ausstellung Empört Euch! ist angelehnt an den gleichnamigen Essay des französischen Widerstandskämpfers Stéphane Hessel von 2010. Sie bringt rund 40 internationale Künstler*innen zusammen, die verschiedene Facetten von Wut und Zorn in unserer Gesellschaft sichtbar machen, reflektieren und kommentieren. Ihre Arbeiten setzen sich mit der gesellschaftspolitischen Situation auseinander und regen zur Reflexion an.

Dabei werden keine Problemlösungen vorgegeben, sondern Möglichkeiten ausgelotet, angesichts aktueller gesellschaftlicher und sozialer Missstände Position zu beziehen. Die gezeigten Künstlerinnen und Künstler zeichnen sich alle durch eine explizit politische Haltung aus, die ihr gesamtes Œuvre prägt.

Zu sehen sind Installationen, Fotografien, Videos, Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von Kader Attia (*1970), Monica Bonvicini (*1965), Andrea Bowers (*1965), Peggy Buth (*1971), Thomas Hirschhorn (*1957), Šejla Kamerić (*1976), Iris Kettner (*1968), Liz Magic Laser (*1981), Erik van Lieshout (*1968), Bjarne Melgaard (*1967), Signe Pierce (*1988), Julian Röder (*1981), Santiago Sierra (*1966), Adriana Varejão  (*1964), Ahmet Ögüt (*1981) und zahlreichen anderen.

Kuratoren: Linda Peitz und Florian Peters-Messer

 

Bjarne Melgaard | „I am not a piece of shit I am a piece of society“, 2009, verschiedene Materialien auf Leinwand, 150 x 120 x 6 cm, Privatsammlung © Bjarne Melgaard / VG Bild-Kunst, 2020, Foto: Björn Behren

 

Literaturempfehlungen zur Ausstellung

In Zusammenarbeit mit den Stadtbüchereien Düsseldorf, wurde eine Bücherliste mit Literaturempfehlungen zur Ausstellung zusammengetragen. 

  • Stephane Hessel: Empört Euch!
  • Carolin Emcke: Gegen den Hass
  • Natasha A. Kelly: Millis Erwachen. Schwarze Frauen, Kunst und Widerstand
  • Wolfgang Ulrich: Wahre Meisterwerte: Stilkritik einer neuen Bekenntniskultur
  • Margarete Stokowski: Untenrum frei
  • Lydia Haider (Hrsg.): Und wie wir hassen!: 15 Hetzreden
  • Mithu M. Sanyal, Vulva: Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts
  • Ines Geipel: Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass
  • Tadel verpflichtet e.V., Sag was!: Radikal höflich gegen Rechtspopulismus argumentieren
  • Tupoka Ogette, exit RACISM: rassismuskritisch denken lernen
  • Johannes Kram: Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber...: Die schrecklich nette Homophobie in der Mitte der Gesellschaft
  • Zeev Sternhell: Faschistische Ideologie: Eine Einführung
  • Nahlah Saimeh: Ich bring dich um!: Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft
  • Max Czollek: Desintegriert euch!
  • Esther Duflo: Kampf gegen die Armut
  • Paul B. Preciado: Ein Apartment auf dem Uranus - Chroniken eines Übergangs
  • Richard Sennett: Die offene Stadt. Eine Ethik des Bauens und Bewohnens
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Blick in die Ausstellung

Julian Röder

Tickets
Buchen Sie vorab hier Ihr Zeitfenster-Ticket, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

 

Hotelempfehlungen:

Living Hotel de Medici, Mühlenstr. 31
www.living-hotels.com

Hotel Indigo, Kaiserswerther Str. 20
www.ihg.com

Hotel Meliá, Inselstr. 2
www.melia.com

Hotel Hyatt Regency, Speditionsstr. 19
www.hyatt.com

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Kalender

Sa, 07.11.
15.00 Uhr

„Millis Erwachen. Schwarze Frauen, Kunst und Widerstand“ Filmvorführung und Gespräch mit Natasha A. Kelly Filter

Filmvorführung mit Gespräch im Parkett des Schumann-Saals

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Termin speichern 7.11.2020 7.11.2020 Europe/Berlin „Millis Erwachen. Schwarze Frauen, Kunst und Widerstand“ Filmvorführung und Gespräch mit Natasha A. Kelly Filmvorführung mit Gespräch im Parkett des Schumann-Saals Kunstpalast info@kunstpalast.de
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Do, 12.11.
19.00 Uhr

„Triggerwarnungen. Wie engagiert darf Kunst sein?“ Gespräch mit Mithu M. Sanyal und Linda Peitz Filter

Gespräch im Robert-Schumann-Saal

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Termin speichern 12.11.2020 12.11.2020 Europe/Berlin „Triggerwarnungen. Wie engagiert darf Kunst sein?“ Gespräch mit Mithu M. Sanyal und Linda Peitz Gespräch im Robert-Schumann-Saal Kunstpalast bildung@kunstpalast.de
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Do, 26.11.
19.00 Uhr

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Politische Umbrüche in der zeitgenössischen Kunst.

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Do, 17.12.
19.00 Uhr

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Mit anderen Augen sehen. Feministische Blicke auf Kunst.

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