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Fotografie und Gemeinschaft
11.2. – 25.5.2026
Datum
11.2. – 25.5.2026
Eintritt: 13 € / ermäßigt 10 €
Kinder / Jugendliche unter 18: frei
Mitglieder des Freundeskreises: frei
Die Familie, der Schwimmverein, das politische Kollektiv: Menschen schließen sich seit jeher zu Gemeinschaften zusammen. Doch Gemeinschaft ist per se nicht sichtbar, vielmehr beschreibt sie ein Gefühl, einen Wunsch und eine Behauptung. Gerade deshalb braucht sie Bilder, um verbindlich zu werden.
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Wann möchten Sie die Ausstellung besuchen?

Fotografie hält Zugehörigkeit nicht nur fest, sie kann sie ebenso erzeugen, bekräftigen oder infrage stellen. Sie macht sichtbar, dass man Teil von etwas Größerem ist und dient zugleich der Abgrenzung: Wer schafft es in den Bildausschnitt, wer bleibt außen vor? Gerade deshalb braucht sie Bilder, um verbindlich zu werden.
Die Ausstellung beleuchtet dieses spannungsreiche Verhältnis in neun thematischen Kapiteln. Angewandte und künstlerische Fotografie treten dabei bewusst in einen Dialog. Ausgehend von der Sammlung des Kunstpalastes und ergänzt durch wichtige Leihgaben zeigt die 270 Werke umfassende Schau erstmals, wie sich Formen des Zusammenlebens und Formen bildlicher Darstellung wechselseitig beeinflussen. Der Bogen spannt sich von Gruppenporträts des 19. Jahrhunderts bis zu digitalen Bildwelten der Gegenwart. Die Ausstellung, die vom 11. Februar bis 25. Mai 2026 im Kunstpalast zu sehen sein wird, beleuchtet das facettenreiche Verhältnis von Fotografie und Gemeinschaft in Geschichte und Gegenwart.

Kaum ein fotografisches Genre eignet sich besser, um Zugehörigkeit zu demonstrieren, als das Gruppenbild. Von der streng komponierten Studioaufnahme des 19. Jahrhunderts bis zum spontanen Group Selfie unterwegs stellen Menschen sich gemeinsam für die Kamera auf. Sie rücken zusammen, ordnen ihre Körper, finden eine Position im Bild. Das gemeinsame Posieren ist ein Ritual, das Verbundenheit ausdrückt. Besonders dann, wenn Fotografien ihren Weg in Alben finden, werden sie zum Anlass, Gemeinschaft zu erzählen, zu erinnern und lebendig zu halten. Historische und zeitgenössische Gruppenporträts belegen: Gemeinschaftliche Fotos spiegeln Beziehungsgefüge nicht nur, sie tragen auch dazu bei, sie zu formen.

Das Gruppenfoto folgt jedoch meist ungeschriebenen Regeln. Wer steht in der Mitte, wer am Rand? Wer erscheint oben, wer unten, wer fehlt im Bild? Fotografien lassen sich bearbeiten, umdeuten und neu zusammensetzen. Gemeinschaft im Bild kann erweitert, aufgekündigt oder aus dem Nichts erzeugt werden. Wenn am Gruppenfoto „herumgebastelt“ wird, zeigt sich besonders klar, dass Gemeinschaft immer gleichzeitig Einschluss und Ausschluss bedeutet. Eingriffe können emotional, zweckmäßig oder politisch motiviert sein und sie reichen von kaum wahrnehmbar bis deutlich konfrontativ.

Fotografie kann Menschen in der Menge verschmelzen lassen, sie kann aber auch Einzelne herauslösen und ihnen besondere Sichtbarkeit verleihen. Zoom, Markierungen oder Technologien der Gesichtserkennung lenken den Blick auf Individuen. Oft braucht es ein einzelnes Gesicht, damit sich Vorstellungen von Gemeinschaft verdichten. Indem Massen visuell aufgespalten werden, lassen sich soziale Strukturen untersuchen und vermeintliche Einigkeit hinterfragen. Zugleich kann diese Auswahl der Überwachung dienen und Anonymität aufheben.

Werden Sie Teil der Ausstellung!
Ein eigener Bereich macht die Idee von Gemeinschaft im Kunstpalast unmittelbar erlebbar und wächst während der gesamten Laufzeit weiter. Düsseldorfer Vereine, Institute, Betriebe und Fanclubs sind dem Aufruf gefolgt und haben sich mit historischen sowie aktuellen Gruppenfotos beteiligt. Die Vielfalt der hier versammelten Gruppen spiegelt die Vielfalt der Düsseldorfer Stadtgesellschaft wider. Mit jeder Einsendung wächst das Bild von Gemeinschaft bis zum Ende der Ausstellungsdauer weiter. Und auch die Besucher*innen sind Teil einer Gemeinschaft, die im Foto-Spot-Setting spontan festgehalten werden kann.

In der Ausstellung vertretene Künstler*innen:
Viktoria Binschtok | Marianne Brandt | Cihan Çakmak | Yvon Chabrowski | Omar Victor Diop & Lee Shulman | Bogomir Ecker | Mayara Ferrão | Anke Heelemann | Juliane Herrmann | Alfredo Jaar | Andreas Langfeld | Cate Lartey | Lilly Lulay | Ute & Werner Mahler | Ken Ohara | Heinrich Riebesehl | August Sander | Ramona Schacht | Ernst Schieron | Ludwig Schirmer | Richard Sides | Neal Slavin | Giorgio Sommer | Andrzej Steinbach | Marcel Top | Penelope Umbrico | Clemens von Wedemeyer | Amin Yousefi
Katalog zur Ausstellung
Hrsg. Linda Conze | 144 S. | 160 farb. Abb. | 23,5 x 28,5 cm | deutsch | Softcover

Begleitprogramm
Sa 7.3.2026
Öffentliche Führung
15:00
Community. Fotografie und Gemeinschaft
Sa 14.3.2026
Öffentliche Führung
15:00
Community. Fotografie und Gemeinschaft
ausverkauftSo 15.3.2026
Öffentliche Führung auf Französisch / Visite guidée publique en français
15:00
Community. Fotografie und Gemeinschaft
Sa 21.3.2026
Öffentliche Führung
15:00
Community. Fotografie und Gemeinschaft
Mi 25.3.2026
Kunst mit Baby
11:30
Community. Fotografie und Gemeinschaft
ausverkauftSa 28.3.2026
Familienführung
14:15
Community. Fotografie und Gemeinschaft
Sa 28.3.2026
Öffentliche Führung
15:00
Community. Fotografie und Gemeinschaft
So 29.3.2026
これが私たちです! / Das sind wir!
14:00
ファミリー・ワークショップ / Familienworkshop auf Japanisch
ausverkauftSa 4.4.2026
Öffentliche Führung
15:00
Community. Fotografie und Gemeinschaft
Sa 11.4.2026
Öffentliche Führung
15:00
Community. Fotografie und Gemeinschaft
Bildnachweise
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