Made in Düssel­dorf #7

BLICKWINKEL. Fotografien aus der Kunstsammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf

12.9. – 26.10.2025

Made in Düssel­dorf #7

Datum

12.9. – 26.10.2025

Ort

» Kunstpalast
  • Eintritt: frei / ermäßigt frei

  • Kinder / Jugendliche unter 18: frei

  • Mitglieder des Freundeskreises: frei

Katharina Sieverding, Die Sonne um Mitternacht schauen, 1973
Katharina Sieverding, Die Sonne um Mitternacht schauen, 1973

Made in Düsseldorf ist eine Ausstellungsreihe der Stadtsparkasse Düsseldorf in Kooperation mit dem Kunstpalast und dem NRW-Forum. Sie widmet sich zeitgenössischen Künstler*innen, die durch ihr Studium, ihren Wohnort oder durch künstlerische Inhalte in Verbindung mit Düsseldorf und dem Rheinland stehen.
In der siebten Ausstellung mit dem Titel „BLICKWINKEL“ werden fotografische Arbeiten aus der Kunstsammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf gezeigt. Ergänzt wird die Ausstellung mit Leihgaben zu Tata Ronkholz aus einer Düsseldorfer Privatsammlung.
 
Die Fotografie hat sich im Laufe der Zeit von einer ursprünglich dokumentarischen Technik, um die Welt bildlich festzuhalten, zu einem vielseitigen Ausdrucksmittel mit großem Interpretationsspielraum entwickelt. Die Ausstellung zeigt in drei Kapiteln anhand von sechs Positionen verschiedene – teils gegensätzliche – Ansätze mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Perspektiven auf die künstlerische Fotografie als Dokumentations- oder Ausdrucksform.

Erica Baum, Edge 33 (Patterns), 2019
Erica Baum, Edge 33 (Patterns), 2019

Erica Baum und Rita McBride arbeiten beide mit einer starken Vergrößerung der jeweiligen, die Form betonenden Bildinhalte. Sie laden die Betrachtenden dazu ein, das Abgebildete und seine Bedeutung oder Funktion zu hinterfragen.
Der dokumentarischen Fotografie haben sich Bernd und Hilla Becher gewidmet. Das Künstlerpaar sowie auch ihre einstigen Schüler*innen Boris Becker und Tata Ronkholz wählen bei ihren fotografischen Arbeiten von Bauwerken eine ähnliche frontale und zentrale Perspektive, die einen Vergleich der Fotografien ermöglicht. Gleichzeitig wird deutlich, dass Boris Becker und Tata Ronkholz früh ihre individuellen künstlerischen Wege eingeschlagen haben.
Das Interesse von Katharina Sieverding ist nicht die Dokumentation einer vermeintlichen Wirklichkeit, sondern das Infragestellen der fotografischen Abbildlichkeit. Durch die künstlerische Transformation und Verfremdung ihrer großformatigen Selbstportraits verweist sie auf gesellschaftliche, politische und strukturelle Herausforderungen ihrer Zeit. 

Tata Ronkholz, Düsseldorf-Flingern, Lindenstrasse 107
Tata Ronkholz, Düsseldorf-Flingern, Lindenstrasse 107

Zum Engagement der Stadtsparkasse Düsseldorf

Seit 2017 unterstützt die Stadtsparkasse Düsseldorf als Hauspartner das NRW-Forum bei seinen Ausstellungs- und Vermittlungsprojekten. Dieses Jahr ist die Ausstellung erstmalig im Kunstpalast zu sehen, mit dem das NRW-Forum 2020 fusionierte. Kunstförderung und die Unterstützung von Kulturinstitutionen in Düsseldorf stellen für die Stadtsparkasse Düsseldorf einen wichtigen Teilbereich des gesellschaftlichen Engagements dar.

In den 1970er-Jahren wurde die Kunstsammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf durch den damaligen Vorstandsvorsitzenden Fritz Kulins initiiert. Im Zuge von Kunstausstellungen im Unternehmen fanden erste Werke ihren Weg in die Sammlung. Vor allem Arbeiten von Studierenden der Kunstakademie aber auch von bedeutenden Vertreter*innen der Düsseldorfer Kunstszene wurden in den Bestand aufgenommen.

2008 entstand durch eine Kooperation mit dem Kunstpalast die Sammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf im Kunstpalast. Mit den neuen Ankäufen und der Fokussierung auf das Medium der Fotografie unterstützt die Stadtsparkasse Düsseldorf den Kunstpalast bei der Erweiterung seiner Fotografiesammlung. In der jährlich stattfindenden Ausstellung Made in Düsseldorf wird eine Auswahl dieser Neuankäufe, die auf Vorschlägen der Leiterin der Sammlung Fotografie des Kunstpalastes, Linda Conze, basieren, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieses Jahr sind mit den drei Arbeiten von Rita McBride und einer Fotografie von Tata Ronkholz vier Neuankäufe aus dem Vorjahr zu sehen.
 
Kuratorin: Esther Breinig, Kuratorin der Kunstsammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf

Das fünfte Element

Werke aus der Sammlung Kemp

26.11.2025 – 22.3.2026

Das fünfte Element

Datum

26.11.2025 – 22.3.2026

Ort

» Kunstpalast
  • Eintritt: 16 € / ermäßigt 12 €

  • Kinder / Jugendliche unter 18: frei

  • Mitglieder des Freundeskreises: frei

Woraus besteht die Welt? Was hält sie zusammen? Diese grundlegenden Fragen begleiten die Menschheit seit Jahrtausenden. In der Antike suchte man zunächst nach einfachen Prinzipien, um die Vielfalt der Natur zu erklären, und entwickelte die Lehre von den vier Elementen: Erde, Feuer, Wasser und Luft. Sie stehen für Gegensätze, Wandel und das sinnlich Erfahrbare.

Die Schau vereint künstlerische Positionen, die zwischen Physik und Philosophie, Material und Idee, Natur und Technik oszillieren. Der Düsseldorfer Steuerberater und Kunstsammler Kemp, dessen Sammlung über 3.000 Werke umfasst und 2011 dem Kunstpalast gestiftet wurde, war zeitlebens auf der Suche nach neuen Perspektiven. Seine Faszination für abstrakte Tendenzen in der Kunst, für das Spiel mit Stofflichkeit, Energie und Wahrnehmung prägt diese Präsentation. Die ausgestellten Werke laden dazu ein, über die Grenzen von Materie, Geist und Wahrnehmung nachzudenken. Rund 70 Werke zeigen, wie Künstler*innen das Materielle, Immaterielle und Prozesshafte in der Kunst neu erforschten.

Otto Piene, Asche und Diamant, 1994-1995
Otto Piene, Asche und Diamant, 1994-1995

Erde – Archiv der Zeit

Zunächst widmet sich die Präsentation der Erde als Sinnbild des Ursprungs und der Vergänglichkeit. Seit Jahrtausenden steht sie für Fruchtbarkeit, Stabilität und den Kreislauf des Lebens. Doch die Erde ist nicht nur mythologisches Symbol, sondern auch realer Werkstoff. Künstler*innen des 20. Jahrhunderts begannen, die Materialvielfalt des Bodens als eigenständiges Gestaltungsmittel in ihre Arbeiten einzubeziehen. In dem aus Sand und Steinen gefertigten Werk Garten des Düsseldorfers Günther Uecker wird eine Landschaftsassoziation offenbar – sie pendelt zwischen Erneuerung und Zerstörung. Reliefs, Collagen und erdige Texturen machen die Beschaffenheit der Welt sichtbar und verleihen ihr einen neuen, künstlerischen Ausdruck. So wird die Erde zu einem Archiv der Zeit, in dem sich natürliche und kulturelle Schichten überlagern – Spuren des Lebens, die von der Hand der Kunst neu geordnet werden.

Arnulf Rainer, Feuer, 1958
Arnulf Rainer, Feuer, 1958

Feuer – Die Kraft der Umwandlung

Kaum ein Element verkörpert Wandel so unmittelbar wie das Feuer. Es zerstört und erschafft zugleich. Als Symbol für Kraft, Transformation und Erneuerung zieht es sich durch Mythologie, Religion und Kunstgeschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Feuer in der Kunst zu einem Motor der Verwandlung. Künstler*innen experimentierten mit Verbrennungsprozessen, mit geschmolzenen Metallen, rußigen Oberflächen und intensiven Farben. Der ZERO-Mitbegründer Otto Piene bearbeitete seine Leinwände mit Feuer, Rauch und Ruß; bemalte, besprühte und zündete sie an. Rupprecht Geiger nutzte die leuchtende Qualität der Farbe, um die Energie des Feuers in seinen Arbeiten zu transportieren. Ob flammend farbige Bilder oder aus glühendem Stahl geformte Skulpturen – auf der künstlerischen Suche nach einem Neuanfang wurde das Feuer zum Werkzeug und Thema zugleich.

Heinz Mack, Wolkengitter, 1960
Heinz Mack, Wolkengitter, 1960

Luft – Unsichtbare Dynamik

Luft ist paradox: allgegenwärtig und doch unsichtbar. Sie ermöglicht das Leben auf der Erde und verbindet es mit dem unendlichen Raum des Himmels. In der Kunst wurde sie zunächst in Form von Wind, Nebel oder Rauch dargestellt und vermittelte Tiefe und Atmosphäre. Im 20. Jahrhundert rückte die Luft selbst als Material in den Fokus: Schwingungen, Druck und Bewegung wurden Teil künstlerischer Experimente. Installationen und kinetische Objekte machen die unsichtbare Dynamik des Elements erfahrbar. Kleines Segel des in New York lebenden deutschen Künstlers Hans Haacke wird von einem Ventilator in Bewegung versetzt. Otto Pienes Feuergouache Roter Ikarus veranschaulicht einen energetischen Moment zwischen Aufbruch und Hybris. In diesen himmelwärts steigenden Luftskulpturen verschmelzen Technik, Natur und kollektive Erfahrung zu einem Erlebnis, das den Blick auf die Beziehung des Menschen zur Umwelt lenkt. Die Luft steht für Freiheit und Vergänglichkeit, für das Unsichtbare, das dennoch Wirkung entfaltet.

Hann Trier, Schwimmen III, 1963
Hann Trier, Schwimmen III, 1963

Wasser – Form und Fluss

Das Wasser gilt seit der Antike als Ursprung allen Lebens. Es steht für Wandel, Bewegung und Reinheit, für die stetige Umformung von Materie und Bedeutung. In der modernen und zeitgenössischen Kunst erscheint Wasser auch als Medium. Seine Fließbewegung wird zu einem bildnerischen Prinzip, das Unschärfe, Transparenz und Veränderung betont. Von abstrakten Gemälden bis hin zu Objekten: Das Wasser dient als Symbol des ewigen Kreislaufs, in dem alles im Fluss bleibt. Gerhard Hoehme setzte diese Eigenschaften des Wassers mit jenen der Farbe in Beziehung: Fließen, Pastosität, Schichtarbeit und Trocknen – zum eigenständigen Bildthema. Hans Haacke rückt naturwissenschaftliche Prozesse in den Vordergrund und macht den Wasserzyklus sichtbar, wenn er bei der Arbeit Tropfkugel verschiedene Aggregatzustände nachvollziehen lässt. Das Element wird so zum Träger gesellschaftlicher Fragen – zwischen Zerstörung und Erneuerung, Natur und Kultur.

Otto Piene, Doppelneon, 1972
Otto Piene, Doppelneon, 1972

Das fünfte Element – Zwischen Stoff und Idee

Die vier Elemente allein reichen nicht aus, um die Welt zu erklären. Schon Aristoteles ergänzte sie um den Äther, das „fünfte Element“, das den Kosmos erfüllt und ordnet. Die letzten drei Räume der Ausstellung widmen sich diesem unsichtbaren Prinzip, welches sinnbildlich jenseits der materiellen Welt wirkt und Konzepte wie Energie, Zeit, Raum und Bewusstsein verhandelt. Seit den 1950er Jahren widmen sich zahlreiche Künstler*innen diesen immateriellen Dimensionen. Licht, Bewegung, Reflexion und Schwingung ersetzen die traditionelle Form. Materialien wie Glas, Spiegel, Aluminium oder elektronische Komponenten eröffnen neue Ausdrucksmöglichkeiten. So entstehen Werke, die zwischen Stoff und Idee changieren – sinnlich erfahrbar, aber zugleich geistig aufgeladen.

Foto: Anne Orthen
Foto: Anne Orthen

Ein universelles Prinzip

Das fünfte Element – Werke aus der Sammlung Kemp lädt dazu ein, die Welt der Elemente durch die Brille der Kunst neu zu betrachten. Sie zeigt, dass die Grenzen zwischen Natur, Technik und Vorstellungskraft fließend sind. In den Werken der Ausstellung offenbart sich die unerschöpfliche Energie des Schaffens: ein Kreislauf aus Transformation, Beobachtung und Erkenntnis – getragen von der Neugier, die sowohl die Wissenschaft als auch die Kunst antreibt.

Kuratorin: Therés Lubinetzki, wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Kemp, Kunstpalast

Kraftlabor



Forschung erwächst meist aus Neugierde und entwickelt sich durch Fragen. Mithilfe von Experimenten nähern wir uns den Phänomenen unserer Umwelt: Was ordnet und verbindet das Universum? Welche Kräfte ziehen sich an, welche stoßen sich ab? Wie entstehen bunte Farben aus weißem Licht?

Werdet selbst zu Forschenden und Künstler*innen und lasst Euch von der Ausstellung inspirieren! Erde, Feuer, Wasser, Luft und das geheimnisvolle fünfte Element dienen hier als Ausgangspunkt für Eure eigenen Ideen. An den Stationen könnt Ihr spannende Dinge beobachten, ausprobieren und neu gestalten.

Otto Piene, Roter Ikarus, 1980
Otto Piene, Roter Ikarus, 1980

Die Sammlung Kemp


Die Sammlung Kemp zählt zu den herausragenden deutschen Privatsammlungen von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Neben abstrakter Malerei, ZERO-Kunst, Skulpturen und Arbeiten auf Papier bilden hochkarätige Werke des Informel und der Farbfeldmalerei den Kern der von Willi Kemp gemeinsam mit seiner früh verstorbenen Gattin Ingrid aufgebauten Sammlung. 2011 gingen rund 3.000 Objekte an den Kunstpalast und Kemp gründete die Stiftung Sammlung Kemp zur Erforschung und Vermittlung der Bestände.  Seine Schenkung stellt eine wesentliche Bereicherung dar und wird in regelmäßigen Ausstellungen präsentiert.

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Katalog zur Ausstellung

Hrsg. Therés Lubinetzki | 120 S. | 23,5 x 28,5 cm | deutsch | Hardcover

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Spot On: Anton Henning

Zwischen Räumen


8. Mai – 2. November 2025

Spot On: Anton Henning
Anton Henning, Interieur mit Pin-up, Nr. 5, 2018
Anton Henning, Interieur mit Pin-up, Nr. 5, 2018

Im Spannungsfeld von Außen- und Innenraum, Wirklichkeit und Fantasie bewegen sich die Bilder von Anton Henning (*1964). Seine Bildsprache ist geprägt durch das Zusammenspiel abstrakter und gegenständlicher Malweisen sowie den Rückgriff auf Kunststile des 20. Jahrhunderts. Anlässlich seines 60. Geburtstags schenkte der Berliner Künstler den Freunden des Kunstpalastes eine Gruppe an Gemälden, die in den letzten 20 Jahren entstanden sind. Die Spot-On-Ausstellung präsentiert neun dieser Arbeiten, welche die verschiedenen Bildthemen seines malerischen Werks anschaulich machen. Seine Fertigkeiten als Filmemacher, Designer, Bildhauer und Maler eignete sich Henning ohne akademische Ausbildung selbstständig an. In den 1990er Jahren lebte er in New York, wo er seine ersten künstlerischen Erfolge feierte. Heute wohnt er in Manker in Brandenburg.

Anton Henning, Pin-up Nr. 280, 2020
Anton Henning, Pin-up Nr. 280, 2020

Henning arbeitet beinah ausschließlich in Serien, die wiederholt an traditionelle Gattungen anknüpfen, etwa an das Stillleben, das Porträt oder das Interieur. Indem der Künstler diese miteinander kombiniert, hinterfragt er spielerisch die starren Kategorien der Kunstgeschichte. Dies gelingt ihm auch durch seine kontrastreiche Farbpalette, die gewohnte Muster aufgreift und zugleich aufbricht, wodurch das Wechselspiel zwischen Tradition und Gegenwart verstärkt wird. 
 
Kuratorin: Anna Grosche, wissenschaftliche Volontärin 20. und 21. Jahrhundert

Palast­blühen

17.–26. April 2026

Der Baum des Lebens, Luisa König, Blumenhaus am Hofgarten // Flügelaltar, Unbekannt
Der Baum des Lebens, Luisa König, Blumenhaus am Hofgarten // Flügelaltar, Unbekannt

Der Kunstpalast in voller Blüte: Bereits zum dritten Mal treten zum Frühlingsanfang blumige Meisterwerke Düsseldorfer Florist*innen in einen Dialog mit den Kunstwerken im Sammlungsrundgang. Von Rose über Kirschzweig bis hin zur Distel – im Kunstpalast erhalten sie ihren großen Auftritt. Ungewohnte Sichtachsen und Gegenüberstellungen laden Besucherinnen ein, neue Blicke auf die Kunst zu wagen und auch die Natur aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Himmelsgarten, Tino Hoogterp und Team, Blumenhaus am Hofgarten, 100 Vanda-Orchideen // Bronnersaal
Himmelsgarten, Tino Hoogterp und Team, Blumenhaus am Hofgarten, 100 Vanda-Orchideen // Bronnersaal

Rund 30 florale Kreationen sind neben den im Rundgang ausgestellten Objekten – naturgemäß nur für kurze Zeit – zu sehen und schaffen sowohl visuell als auch olfaktorisch besondere Sinneseindrücke. Acht renommierte Florist*innen folgen der Einladung des Kunstpalastes, sich mit der Sammlung auseinanderzusetzen und Interpretationen zu entwickeln, die sich auf einzelne Werke oder ganze Räume des Rundgangs beziehen.

Ernte im Aprillicht, Janina Rüger, blüten&meer, Max Liebermann,  Kartoffelernte, 1875
Ernte im Aprillicht, Janina Rüger, blüten&meer, Max Liebermann,  Kartoffelernte, 1875

Der Kunstpalast ist das erste Museum in Deutschland, das mit einem Projekt dieser Größenordnung die Verbindung von bildender Kunst und Floristik nutzt, um auch Menschen anzusprechen, die bisher nicht zum klassischen Ausstellungspublikum gehören. In den USA sind ähnliche Formate bereits in mehreren Museen etabliert, etwa im Saint Louis Art Museum oder im Museum of Fine Arts in Boston.

Florist*­innen

Blumenhaus am Hofgarten – Tino Hoogterp, Luisa König, Jule Schnaugst, Kristina Janet Schacke
Blumenbinderei Lehmann – Victoria Bernds
Dornrose – Sabine Krusekopf
Blüten&meer – Janina Rüger
Nymph Blumen – Alla Mandic & Team
October First Studio – Nina Gehrke
Tannendiele – Michael Frings, Astrid Franke, Yeo Jin Choi, Nele Pelz
Victor Breuer – Victor Breuer, Nele Münzer, Dominik Zelles

Häufige Fragen

Sie haben noch Fragen vor Ihrem Besuch? Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den Besuch im Kunstpalast. 

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Blick in die ver­gan­ge­nen Ausgaben

    Gefördert von

    Monet – Cézanne – Matisse

    The Scharf Collection

    12.3. – 9.8.2026

    Monet – Cézanne – Matisse
    Claude Monet, Waterloo Bridge, 1903

    Datum

    12.3. – 9.8.2026

    Ort

    » Kunstpalast
    • Eintritt: 16 € / ermäßigt 12 €

    • Kinder / Jugendliche unter 18: frei

    • Mitglieder des Freundeskreises: frei

    Tageskasse geöffnet

    Ist das Online-Kontingent ausgebucht, erhalten Sie weiterhin Tickets an unserer Eintrittskasse. Als Mitglied des Freundeskreises können Sie die Ausstellung jederzeit ohne Wartezeiten besuchen.

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    Bitte beachten Sie, dass in der Ausstellung nur Taschen bis maximal DIN-A4-Format mitgeführt werden dürfen. Größere Taschen, Rucksäcke und Jacken müssen an der Garderobe abgegeben werden.

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    Monet, Cézanne, Matisse – es gibt kaum einen wegweisenden Namen der Moderne, der nicht in der Scharf Collection vertreten ist. Erstmals wird die bedeutendste deutsche Privatsammlung des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus der Öffentlichkeit vorgestellt.

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    Wann möchten Sie die Ausstellung besuchen?

    Pierre Bonnard, Vase mit Blumen, 1933
    Pierre Bonnard, Vase mit Blumen, 1933

    Mit rund 180 Exponaten zeigt der Kunstpalast die beeindruckende Bandbreite der Sammlung, die vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Neben Meisterwerken von Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne und Pierre Bonnard werden auch Arbeiten von Henri de Toulouse-Lautrec und Henri Matisse gezeigt – ein weiterer Schwerpunkt der Scharf Collection.

    Bislang war die Scharf Collection ausschließlich anonym und nur durch wenige Leihgaben öffentlich zu sehen. Die gemeinsam mit der Alten Nationalgalerie in Berlin konzipierte Ausstellung, die dort ein großer Publikumserfolg war, wird in Düsseldorf um über 60 Werke ergänzt. Darunter sind Arbeiten von Edgar Degas und Henri Matisse sowie japanische Farbholzschnitte aus dem 19. Jahrhundert. Die Ausstellung versammelt Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus drei Jahrhunderten.

    Henri Matisse, Ikarus, Tafel VIII aus der Folge Jazz (Buch aus zwanzig Illustrationen sowie Texten), 1947
    Henri Matisse, Ikarus, Tafel VIII aus der Folge Jazz (Buch aus zwanzig Illustrationen sowie Texten), 1947

    Die Scharf Collection geht auf einen Zweig der renommierten Berliner Sammlung Otto Gerstenbergs (1848–1935) zurück. Um 1900 begann er im großen Stil Kunst zu sammeln. Bald erweiterte er seine Sammlung mit Künstlern wie Francisco de Goya, John Constable und Gustave Courbet um europäische Malerei des 19. Jahrhunderts, bevor er sich der Kunst seiner Zeitgenossen zuwandte. Er trug hochkarätige Werke unter anderem von Edgar Degas, Claude Monet und Auguste Renoir zusammen, welche die Ausrichtung der heutigen Scharf Collection auf den französischen Impressionismus begründeten.

    Pierre-Auguste Renoir, Junge Frau mit Blumenhut, 1877-1879
    Pierre-Auguste Renoir, Junge Frau mit Blumenhut, 1877-1879

    Die heutige Scharf Collection geht auf den Familienzweig Walther Scharfs zurück, der gemeinsam mit seiner Frau Eve und ihrem Sohn René an den französischen Schwerpunkt anknüpfte und die Sammlung um Schlüsselwerke ergänzte. Dazu zählt etwa Monets Waterloo Bridge (1903), Teil einer rund vierzig Gemälde umfassenden Serie, welche die berühmte Londoner Brücke im stetig wechselnden Farb- und Lichtspiel zeigt. Hinzu kam auch Pierre Bonnards intimes Gemälde Die große Badewanne (1937/39), das dessen Ehefrau Marthe in einer Badewanne liegend zeigt. Mit dem Künstlerbuch Jazz (1947) von Matisse ist eine Ikone der Moderne vertreten, die zwanzig seiner charakteristischen Papierschnitte vereint.

    Paul Cézanne, Flusslandschaft mit Häusern, circa 1904
    Paul Cézanne, Flusslandschaft mit Häusern, circa 1904

    René Scharf erweiterte den Kern der Sammlung um Werke der klassischen Moderne und des Abstrakten Expressionismus wie von Sam Francis. Heute richten René und seine Frau Christiane Scharf ihren Blick auch auf die zeitgenössische Kunst und führen damit die familiäre Sammlungstradition in die Gegenwart fort. Zu den neueren Erwerbungen gehören internationale Positionen wie Robert Longo und Sean Scully, aber auch Künstler*innen der aufstrebenden Berliner Kunstszene. Sie verdeutlichen die Vielfalt der zeitgenössischen Malerei im Umgang mit Farbe und Form.

    Henri de Toulouse-Lautrec (1864–1901) Jane Avril (Zustand I), 1893
    Henri de Toulouse-Lautrec (1864–1901) Jane Avril (Zustand I), 1893

    Das Interesse an den Möglichkeiten der Malerei prägt die Erwerbungen über alle vier Generationen an Sammler*innen hinweg. Die Scharf Collection zeigt so auch, wie Künstler*innen immer wieder voneinander lernen, aufeinander Bezug nehmen und künstlerische Ideen weiterentwickeln. Der chronologische Gang durch die elf Ausstellungsräume der Scharf Collection wird so zu einer Entdeckungsreise durch unterschiedliche künstlerische Ansätze – und die Idee, dass Erneuerung selten aus einem Bruch mit dem Alten entsteht, sondern darauf aufbaut.

    Eine Ausstellung des Kunstpalastes, Düsseldorf, in Kooperation mit der Alten Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

    Kuratorin: Kathrin DuBois, Sammlungsleitung Malerei bis 1900, Kunstpalast

    Audio­guide


    Erstmals wird die Scharf Collection präsentiert, eine deutsche Privatsammlung französischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössischer internationaler Kunst. Begeben Sie sich mit unserem Audioguide auf eine 45-minütige Entdeckungsreise durch die Ausstellung mit umfassenden Werkbesprechungen und persönlichen Erzählungen des Sammlers René Scharf. Viel Spaß! 

    Länge: 45 Minuten
    Sprache: Deutsch
    Verfügbarkeit: 12.3.–9.8.2026

    Dank ERGO ist der Audioguide bis einschließlich 9. Mai kostenfrei und für die restliche Laufzeit für 3 € erhältlich.

    Die App ist kostenfrei im App Store (iOS) und bei Google Play erhältlich.

    Entdeckerheft für Kinder


    Für Kinder ab 6 Jahren, kostenlos an der Kasse erhältlich

    Ausgerüstet mit dem Entdeckerheft macht Ihr Euch auf den Weg durch die Ausstellung. Ihr sucht Bilder, malt Muster und sammelt Eure Lieblingsbilder. Dann los, die Hefte liegen an der Kasse bereit!

    Privat­führungen


    Ob allein, zu zweit, als Geburtstagsgeschenk oder als Team-Event – entdecken Sie Monet – Cézanne – Matisse │The Scharf Collection im Rahmen einer Privatführung!

    Unsere erfahrenen Kunstvermittler*innen geben Ihnen und Ihrer Gruppe einen kompakten Überblick über die Ausstellung und gehen gerne auf Ihre Fragen und Interessen ein.

    Privatführungen sind Überblicksrundgänge durch unsere Sonderausstellungen oder die Sammlung und können individuell für Ihre Gruppe gebucht werden.
    Die Gebühr für eine 60-minütige deutschsprachige Führung beträgt 88 €, zzgl. Eintrittspreis für alle Teilnehmer*innen.

    Pro Führung können maximal 20 Personen teilnehmen.

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    Katalog zur Aus
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    Hrsg. Kunstpalast, Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin | 244 S. | 200 meist farb. Abb. | 23,5 x 28,5 cm | deutsch | Hardcover | Museumsausgabe: 39,90 €

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    Hrsg. Kunstpalast, Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin | 244 S. | 200 meist farb. Abb. | 23,5 x 28,5 cm | deutsch | Hardcover

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    Blick in die Ausstellung Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection, Foto: Anne Orthen
    Blick in die Ausstellung Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection, Foto: Anne Orthen

    ERGO Tag im Kunst­palast


    Freier Eintritt in die Scharf Collection
    Samstag, 9.5.2026, 10–19 Uhr

    Dank des Engagements der ERGO erhalten alle Besucherinnen und Besucher am 9.5.2026 freien Eintritt in die Ausstellung „Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection“.
     
    Der ERGO Tag verbindet kulturelles Engagement mit einer besonderen historischen Beziehung zur ausgestellten Sammlung: Die Wurzeln der Scharf Collection reichen zurück zu Otto Gerstenberg, dem Gründer der Victoria Versicherung, aus der später die ERGO hervorging. Auf ihn geht die private Sammlung zurück, die heute in vierter Generation fortgeführt wird. So besteht zwischen dem Sponsor der Ausstellung und der präsentierten Sammlung eine außergewöhnliche Verbindung.

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    Begleitprogramm

    Gefördert von

    Spot On: Chris Reinecke

    Kunst muss sein

    19. November 2024 – 4. Mai 2025


    Chris Reinecke, Mietersolidarität, 1970
    Chris Reinecke, Mietersolidarität, 1970

    In jungen Jahren bedeutete Kunst für Chris Reinecke (*1936) öffentliches Handeln. Die in Düsseldorf ausgebildete und lebende Künstlerin holte Ende der 1960er Jahre Passanten ins Atelier oder führte künstlerische Aktionen auf der Straße durch, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Die Ausstellung zeigt Objekte, Zeichnungen, und Fotos aus dieser Zeit, die zum Teil erstmals präsentiert werden. 
    Gemeinsam mit ihrem damaligen Mann, dem Künstler Jörg Immendorff (1945–2007), mietete Reinecke 1968 in Pempelfort einen Raum, in dem sie Ausstellungen und Aktionen wie kreative Workshops für Erwachsene organisierte. Kurz darauf gründeten sie das „Büro Olympia“in der Altstadt, das sich gegen die politisch motivierte Förderung des Hochleistungssports einsetzte. Es wurde Anlaufpunkt für weitere politische Gruppierungen wie die „Mietersolidarität“, die für die Mietpreisbindung kämpfte.  
    Im Manifest „Kunst muss sein“ erläuterte Reinecke 1970 ihr Verständnis von Kunst als demokratischem Mittel, das allen offenstehen solle. Dem Kunstpalast schenkte sie 2023 ein Konvolut von frühen Arbeiten, die dieses Denken zur Anschauung bringen.  

    Kuratorinnen: Gunda Luyken, Leiterin Graphische Sammlung, Kunstpalast, und Claudia Petersen, Leitung Studiensaal Graphische Sammlung, Kunstpalast

    DIE KLEINE 2025

    Kunstwettbewerb für Grundschulen

    10.5. – 9.6.2025

    DIE KLEINE 2025
    Franz-Vahsen-Schule, Klasse 2c

    Datum

    10.5. – 9.6.2025

    Ort

    » Kunstpalast
    • Eintritt: frei / ermäßigt frei

    • Kinder / Jugendliche unter 18: frei

    • Mitglieder des Freundeskreises: frei

    GGS Lörick, Klasse 3d
    GGS Lörick, Klasse 3d

    DIE KLEINE ist die Abschlussausstellung des Kunstwettbewerbs für Grundschulen, der seit 2019 jährlich vom Kunstpalast ausgerichtet wird. Teilnehmen können alle Grundschulen aus Düsseldorf und Umgebung. Ziel ist es, Kindern kreative Ausdrucksmöglichkeiten zu eröffnen und ihnen das Museum als außerschulischen Lernort näherzubringen.

    Das Wettbewerbsthema 2025 lautet: „Zusammen sind wir stark! – Freundschaft und Gemeinschaft“. Rund 2.100 Kinder aus 80 Schulklassen haben mit großer Fantasie und Teamgeist beeindruckende Kunstwerke geschaffen – von Bildern, Collagen und Objekten bis hin zu Fotos und Filmen. Alle Beiträge werden ab Mai im Kunstpalast präsentiert. Auch in diesem Jahr werden zwei Preise vergeben. Der Publikumspreis geht an das Werk mit den meisten Besucher*innenstimmen, der „Kunstpreis DIE KLEINE“ wird von einer Fachjury verliehen. Beide Preise sind mit je 1.000 Euro für einen gemeinsamen Klassenausflug dotiert. Die Preisverleihung findet im Düsseldorfer Rathaus statt.

    Zur Ausstellung erscheint außerdem ein hochwertiger Katalog mit allen gezeigten Arbeiten. Jedes teilnehmende Kind erhält ein eigenes Exemplar.
    Der Eintritt ist frei.

    DIE KLEINE steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

    Kuratorin: Friederike van Delden, Kunstpalast

    Gefördert von

    DIE GROSSE

    Kunstausstellung ­NRW Düsseldorf

    29.6. – 3.8.2025

    DIE GROSSE

    Datum

    29.6. – 3.8.2025

    Ort

    » Kunstpalast & NRW-Forum
    • Eintritt: 16 € / ermäßigt 12 €

    • Kinder / Jugendliche unter 18: frei

    • Mitglieder des Freundeskreises: frei

    Foto: Morgaine Prinz
    Foto: Morgaine Prinz

    DIE GROSSE präsentiert jährlich Kunst aus ganz NRW – und das seit 1902.

    DIE GROSSE ist die älteste und größte Verkaufsausstellung Deutschlands, die komplett von Künstler*innen organisiert wird. Ausgerichtet vom VzVvK e.V., gastiert sie traditionell im Kunstpalast und zusätzlich im NRW-Forum Düsseldorf. Sie ist eine bedeutende Plattform zur Vermittlung und zum Verkauf aktueller Kunst in der Region. In vier Sälen und im Außenbereich werden jeden Sommer Kunstwerke aller Sparten präsentiert. An der Ausstellung nehmen ca. 180 Künstler*innen teil, die von einer wechselnden Fachjury ausgewählt werden. Bis heute ist DIE GROSSE ein verlässliches Spiegelbild der Entwicklungen in der Kunst und gilt als Treffpunkt der professionellen Branche.

    Foto: Morgaine Prinz
    Foto: Morgaine Prinz

    Alle Werke der Ausstellung stehen zum Verkauf. Für viele Künstler*innen ist DIE GROSSE deshalb wichtig, weil sie ihnen einen Zugang zum Markt ermöglicht. Jedes Jahr kaufen Behörden und öffentliche Einrichtungen, Unternehmen, aber auch Interessierte aus allen gesellschaftlichen Kreisen Kunstwerke. Das Kleine Format, ein gesonderter Bereich mit kleinformatigen Originalen, Editionen und Multiple, bietet Kunst schon ab 300 Euro an und ist immer sehr beliebt. Ein Teil des Verkaufserlöses geht an den Verein, der mit den Einnahmen, sowie mit Förder- und Sponsorengeldern, die Kosten dieses großen Kunstereignisses finanziert. Das Team der Ausstellung arbeitet das ganze Jahr an ihrer Realisierung und daran Sichtbarkeit für Künstler*innen aus der Region zu schaffen.

    Organisation: Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V.
     

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    Künst­ler­innen!

    Von Monjé bis Münter

    25.9.2025 – 1.2.2026

    Künst­ler­innen!

    Datum

    25.9.2025 – 1.2.2026

    Ort

    » Kunstpalast
    • Eintritt: 16 € / ermäßigt 12 €

    • Kinder / Jugendliche unter 18: frei

    • Mitglieder des Freundeskreises: frei

    Amalie Bensinger, Hochzeitsmorgen, 1856
    Amalie Bensinger, Hochzeitsmorgen, 1856

    Sie kämpften für ihre Ausbildung, für Anerkennung und Sichtbarkeit – und verschwanden dennoch fast vollständig aus der Geschichtsschreibung. Mit der Ausstellung Künstlerinnen! Von Monjé bis Münter holt der Kunstpalast über 30 Künstlerinnen zurück ins Licht der Öffentlichkeit. Die Schau gibt Einblick in rund 100 Jahre weiblichen Kunstschaffens in Düsseldorf – einer Stadt, die im 19. Jahrhundert wichtiger Anlaufpunkt für Künstlerinnen aus ganz Europa war, obwohl ihnen die Türen der Kunstakademie verschlossen waren.

    Eine Laufbahn als Künstlerin einzuschlagen, erforderte neben den finanziellen Mitteln für Privatunterricht auch viel Willensstärke. Obwohl einige Künstlerinnen in ihrer Zeit erstaunlich präsent waren – darunter Elisabeth Jerichau-Baumann, Marie Wiegmann oder Paula Monjé – sind heute fast alle vergessen. In öffentlichen Sammlungen, wie der des Kunstpalastes, sind sie vergleichsweise wenig vertreten und viele Werke werden seit dem 19. Jahrhundert erstmals öffentlich präsentiert.

    Die große Sonderausstellung widmet sich – anschließend an ein mehrjähriges Forschungsprojekt – erstmals umfassend den Lebenswegen und Werken jener Frauen, die zwischen 1819 und 1919 in Düsseldorf künstlerisch tätig waren. Die Schau gibt Einblick in rund 100 Jahre weiblichen Kunstschaffens in Düsseldorf – einer Stadt, die im 19. Jahrhundert wichtiger Anlaufpunkt für Künstlerinnen aus ganz Europa war, obwohl ihnen die Türen der Kunstakademie verschlossen blieben.

    Gabriele Münter, Margret Umbach, 1932
    Gabriele Münter, Margret Umbach, 1932

    „Jede neue Schwierigkeit war mir ein neuer Ansporn“, schreibt die Malerin Elisabeth Jerichau-Baumann um 1874 – ein Satz, der das Selbstverständnis vieler weiterer Künstlerinnen widerspiegelt und als Leitmotiv dieser Ausstellung gelten könnte. Die Schau macht die Beharrlichkeit und das Talent von Generationen von Frauen in der Kunst sichtbar, die lange ignoriert wurden.

    Das Forschungsprojekt, das 2021 am Kunstpalast initiiert wurde, suchte nach den Spuren der zwischen 1819 und 1919 in Düsseldorf tätigen Künstlerinnen; jenen 100 Jahren von der Wiedergründung der Kunstakademie bis zu deren schrittweiser Öffnung für Frauen. Über 500 Namen konnten ermittelt werden – weit mehr als die bisher bekannten rund 200. Viele dieser Frauen nahmen Privatunterricht, studierten an der Kunstgewerbeschule oder arbeiteten selbstständig. Einige waren in internationalen Ausstellungen vertreten, erhielten Preise und Stipendien und ihre Werke wurden von wichtigen Sammlungen erworben. Dennoch sind auch sie heute weitgehend unbekannt, ihre Namen fanden keinen Eingang in den Kanon.

    Die Ausstellung ist das Ergebnis intensiver Grundlagenforschung, aber auch ein selbstkritischer Blick auf die eigene Sammlungsgeschichte. Denn der Kunstpalast – 1913 als Städtische Kunstsammlungen zu Düsseldorf gegründet – war Teil des strukturellen Ausschlusses: Vor 1933 wurden lediglich vier Gemälde von Künstlerinnen angekauft. Erst in den letzten Jahrzehnten begann ein Wandel. Unter der Direktion Felix Krämers wurden ab 2017 gezielt Arbeiten weiblicher Kunstschaffender erworben, darunter 15 Gemälde von Künstlerinnen des 19. Jahrhunderts wie Emilie Preyer, Paula Monjé oder Emmy Lischke.

    Ilna Ewers-Wunderwald, Wassermann, 1910–1914
    Ilna Ewers-Wunderwald, Wassermann, 1910–1914

    Die Ausstellung macht verschüttete Geschichten zugänglich und beleuchtet, mit welchen Mitteln Frauen ihren künstlerischen Weg trotz struktureller Benachteiligung gingen. Neben bekannten Namen wie Gabriele Münter zeigt der chronologisch-thematische Rundgang in elf Räumen vergessene Protagonistinnen wie Amalie Bensinger, Magda Kröner oder Marga Klinckenberg.

    Die Schau ermöglicht den überfälligen „zweiten Blick“ und erweitert so grundlegend das Verständnis für die Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sie fügt der Kunstgeschichte ein wichtiges und viel zu lange übersehenes Kapitel hinzu und macht deutlich, dass ohne den Einfluss der Künstlerinnen die Kunstgeschichte unvollständig ist.
    Ein besonderer Fokus liegt auf den Künstlerinnen aus Skandinavien und Finnland, die Düsseldorf als Ausbildungs- und Inspirationsort wählten. Partner der internationalen Ausstellung ist das Ateneum Art Museum, Finnische Nationalgalerie, Helsinki, wo im Frühjahr 2025 bereits eine erste Version der Ausstellung gezeigt wurde.

    Fanny Churberg, Winterlandschaft, Sonnenuntergang, 1878
    Fanny Churberg, Winterlandschaft, Sonnenuntergang, 1878

    Künstlerinnen! ist mehr als eine historische Rückschau – die Ausstellung ist ein klares Statement für Gleichberechtigung und einen kritischen Blick auf den bestehenden Kanon. Sie erzählt von mutigen Wegen, klugen Entscheidungen und von Künstlerinnen, die mit ihrer Arbeit den Boden bereitet haben für das, was heute selbstverständlich sein sollte: gleiche Chancen für alle, auch in der Kunst.

    Kuratorin: Kathrin DuBois, Sammlungsleitung Malerei bis 1900, Kunstpalast
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin:
    Nina Köppert
    Wissenschaftliche Volontärin:
    Hannah Steinmetz

    Gertrud von Kunowski, Die Malschule, 1912
    Gertrud von Kunowski, Die Malschule, 1912

    In der Ausstellung vertretene Künstlerinnen:

    Victoria Åberg | Amalie Bensinger | Fanny Churberg | Mathilde Dietrichson | Alma Erdmann | Ilna Ewers-Wunderwald | Alexandra Frosterus-Såltin | Marta Hegemann | Minna Heeren | Adeline Jaeger | Elisabeth Jerichau-Baumann | Marga Klinckenberg | Benita Koch-Otte | Magda Kröner | Gertrud von Kunowski | Marie Laurencin | Emmy Lischke | Amalia Lindegren | Luise von Martens | Paula Monjé | Gabriele Münter | Emilie Preyer | Sophie Ribbing | Julia Schily-Koppers | Christiane Schreiber | Martel Schwichtenberg | Alwine Schroedters | Hermine Stilke | Milly Steger | Emma Volck | Marie Wiegmann

    Katalog

    Künstlerinnen! Von Monjé bis Münter | Hrsg. Kathrin DuBois | 208 S. | 160 farb. Abb. | 23,5 x 28,5 cm | deutsch | Hardcover

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    Die geheime Macht der Düfte

    29.10.2025 – 22.3.2026

    Die geheime Macht der Düfte

    Datum

    29.10.2025 – 22.3.2026

    Ort

    » Kunstpalast
    • Eintritt: 16 € / ermäßigt 12 €

    • Kinder / Jugendliche unter 18: frei

    • Mitglieder des Freundeskreises: frei

    Der Mensch besitzt über 400 Geruchsrezeptoren – mehr als genug, um Tausende von Düften zu unterscheiden. Trotzdem wird dem Geruchssinn in der westlichen Kultur oft wenig Beachtung geschenkt. Die Ausstellung Die geheime Macht der Düfte im Kunstpalast rückt ihn nun ins Zentrum: Sie macht die Geschichte des Duftes nicht nur sichtbar, sondern erfahrbar – durch die Nase.

    Düfte rufen Erinnerungen wach, wecken Emotionen und beeinflussen unsere Wahrnehmung sowie unser Handeln. Mit einer großen Überblicksausstellung widmet sich der Kunstpalast erstmals der faszinierenden Geschichte des Duftes – von der Antike bis zur Gegenwart – und macht sie sinnlich erlebbar. Auf einer Fläche von 5.000 m² führt die Ausstellung Besucherinnen und Besucher durch über tausend Jahre Kunst- und Kulturgeschichte.
    Im Sammlungsrundgang begegnen sie dabei rund 30 eigens entwickelten Duftstationen, die ein völlig neues Zusammenspiel von Kunst- und Geruchserlebnis eröffnen.
     
    Kurator: Robert Müller-Grünow, Pionier für Dufttechnologien und Autor des Buches Die geheime Macht der Düfte (Edel Books, 2018).

    Von Weihrauch bis Chanel N°5

    Die Reise beginnt mit der Jahrtausende zurückreichenden spirituellen und heilenden Bedeutung von Düften in religiösen Zeremonien. Sie führt über die opulente Duftkultur der europäischen Höfe des Barock und den Gestank der Städte im 18. Jahrhundert, wo zugleich das legendäre Eau de Cologne entstand.
    Mit der industriellen Revolution hielten synthetische Duftstoffe Einzug, die nicht nur Parfüms, sondern auch Seifen, Waschmittel und andere Alltagsprodukte prägten. Im 20. Jahrhundert revolutionierten schließlich Modehäuser wie Chanel mit kühnen Kreationen die Parfümgeschichte.

    Düfte zwischen Wissenschaft und Zukunft

    Dass Düfte unsere Wahrnehmung, das Gedächtnis und sogar unser Wohlbefinden beeinflussen, belegen zahlreiche Forschungsergebnisse. Die Ausstellung macht diese Erkenntnisse erlebbar: Sie präsentiert Duftstoffe, die Aufmerksamkeit steigern und solche, die für Entspannung sorgen. Die Schau stellt außerdem das Molekül Iso E Super vor, das seine Träger*innen attraktiver wirken lässt und als „Duft der Träume“ gilt. Neue Anwendungsfelder im Bereich der Medizin, im Marketing sowie in Virtual Reality Formaten zeigen, welche Rolle Gerüche aktuell und künftig noch spielen können.

    Ein Erlebnis für alle Sinne

    Mal subtil als Raumduft, mal interaktiv oder punktuell zu einzelnen Werken – stets entsteht durch den Duft und die Verbindung von Kunstbetrachtung und Geruchssinn in dieser Ausstellung ein intensives, emotionales Erlebnis: „Die geheime Macht der Düfte“ eröffnet eine neue Dimension des Museumsbesuchs. Die Schau richtet sich an alle Altersgruppen und verbindet multisensorisches Erleben mit gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Perspektiven. Besucher*innen riechen Geschichte – und entdecken dabei vielleicht auch ein Stück ihrer eigenen.

    Der Kunst­palast-Duft


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    Wie ein Logo kann auch Duft die Identität einer Institution verkörpern, Inhalte sinnlich vertiefen, Emotionen wecken oder eine markenspezifische unsichtbare Signatur bilden. Anlässlich der Ausstellung haben Kurator Robert Müller-Grünow und Parfümeur Geza Schön einen Duft aus Bergamotte, Jasmin und Zedernholz für den Kunstpalast komponiert, dessen Inhaltsstoffe die Offenheit, Experimentierfreudigkeit und Dynamik des Hauses olfaktorisch verkörpern. Die Kunstpalast-Duftkerze bringt diese Atmosphäre auch in die eigenen vier Wände. Exklusiv im Museumsshop für 49 € erhältlich.

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