SPARDA'S PALASTRAUSCHEN

Am 27. Mai rauschte es wieder im Kunstpalast! Diesmal über Zoom!

 

Bei Sparda’s Palastrauschen wird der Kunstpalast zur Bühne für digitale Medienkunst, Performances und Musik. Studierende des Instituts für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule präsentieren ihre Arbeiten in den laufenden Wechselausstellungen. Dies führt zu überraschenden und inspirierenden Ausstellungserlebnissen. Immer mit dabei: ein DJ Set live gestreamt von Callshop Radio.

 

Die sechste Ausgabe von Sparda’s Palastrauschen präsentierten wir coronabedingt über Zoom. Wie im analogen Format konnten die Besucher*innen durch verschiedene virtuelle Räume wandern.




 

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Das Programm des Abends könnt ihr hier noch einmal einsehen: 

Raum Hörsalon & Callshop Radio

18 Uhr – Hörsalon Spezial „Sonifikation und Natur“

Live Talk mit Jannis Hannover

Ausgehend von der dynamischen Kunst Heinz Macks und der ZERO Gruppe wurden Sound-Arbeiten vorgestellt, die sich mit der Sonifikation bzw. Verklanglichung von Natur und physikalischen Kräften beschäftigten. Im Fokus standen vier Elemente sowie die von Mack propagierten „neuen Räume“ der Kunst Wüste, Antarktis, Meer und Himmel als Ausgangspunkt für kompositorische Prozesse im Bereich der experimentellen Musik.

 

 

Ab 19 Uhr – Callshop Radio: Live DJ Set mit Colkin ( 19-20 Uhr) und Arizona (Kaschiel) (20-21 Uhr)

 

Raum „signal_störung II“

„signal_störung II“, 2021 – Lukas Döhler

Signalstörungen gehören in der digitalen Welt zum Alltag. Pixelige Bilder, robotische Stimmen, Verzerrungen oder Aussetzer sind die Folgen, mit denen wir speziell in Videokonferenzen konfrontiert werden. Wir reagieren in der Regel genervt und frustriert, dabei sind Signalstörungen faszinierende Momente, bei denen die täuschend präzise digitale Reproduktion der Realität demaskiert wird. Bei signal_störung II reagiert das Theremin, eines der ersten elektronischen Instrumente, auf visuelle Veränderungen in der Zoom-Konferenz. Es wird wie in der ursprünglichen Weise berührungslos bedient, jedoch ist das Konstrukt aufgrund mehrerer Codierungs- und Übersetzungsprozesse besonders anfällig für Störungen.

 

Raum „Three Pieces in Search of Myself (III), 2021

“Three Pieces in Search of Myself (III)”, 2021 - Ding Jian Han (Komponist, Videokünstler, Geigenspieler), Martin Jaggi (Cellist)

In seiner visuellen Komposition experimentiert Ding Jian Han mit Masken, unseren ständigen Begleitern in der COVID-19-Pandemie. An einem weiteren langen Tag im Lockdown begann er sie auszuschneiden und auf seiner Handykamera einzufügen. Die entstanden Effekte nutzte Ding Jian Han für das Grundkonzept für seines Stücks: dem Filtern. Es folgt einem versteckten Narrativ vom 'Leben zu Hause an einem Lockdown-Tag’.

 

Raum „Auf - Zu“

„Auf – Zu“, 2021

Ein installativer Öffnungsprozess von Joseph Baader

Schließmechanismen sind alltägliche Trenn- und Bindeglieder, die sich in die Zustände ‚offen‘ und ‚geschlossen‘ versetzen lassen. Einen Tag lang protokollierte Joseph Baader seine Interaktionen mit Türen, Schnürsenkeln und Reißverschlüssen und fing das Klacken, Klicken, Floppen und Ratschen der Verschlüsse mit einem Mikrophon ein. Aus diesen und weiteren Aufnahmen entstand ein Verschluss-Archiv, welches mit einem eigens entwickelten Player - ein Zustandsversetzer der die Öffnungs- und Schließprozesse in einer Patternstruktur abspielt - angehört werden kann.

 

Raum „Body Techno – Bom & Jelly“

„Body Techno – Bom & Jelly“, 2021

Video Screening (18 Uhr / 20 Uhr) und Live Chat (19-20 Uhr)

Die Videoarbeit Body Techno dokumentiert einen zweiwöchigen Workshop, der sich mit Klang und Masturbation beschäftigte. Frauen in den Zwanzigern bis Vierzigern, die sich von ihrem eigenen Körper entfremdet fühlten, haben dort einen neuen Blick auf die Masturbation geworfen. Dabei haben sie sich auf den Klang konzentriert, weg von der visuell orientierten Sexualität.

Anhand von grafischen Partituren und Ton interpretiert Body Techno den Workshop neu.

Nach dem Video-Screening gab es einen Live-Chat über die Workshop-Aktivitäten.

 

Raum Digitale Führungen Kunstpalast

18.30 Uhr / 19.15 Uhr / 20. 00 Uhr / 20.45 Uhr

Unsere Kunstvermittler*innen führten euch live in einem 360 Grad Rundgang durch die Ausstellung „Heinz Mack“. 

 

Raum Freibad NRW Forum

Videoscreening durch die Ausstellung „Freibad“

 

Raum „Palasttalk by Sparda-Stiftung"

Vera Pues (Stiftung der Sparda-Bank West) im Gespräch mit den Kurator*innen von Sparda’s Palastrauschen Miriam von Gehren (Kunstpalast) und Vincent Stange (Institut für Musik und Medien).

Alle Arbeiten entstanden im Rahmen der Studienschwerpunkte Visual Music, Musik und Text, Musikinformatik, Komposition sowie im Masterstudiengang Klang und Realität am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

 

Projektverantwortliche: Miriam von Gehren (Kunstpalast), Vincent Stange (Institut für Musik und Medien)

Sparda’s Palastrauschen wird ermöglicht durch die Unterstützung der Stiftung der Sparda-Bank West!

 

bodytechno

Lukas Döhler

"signal_störung II"

Lukas Döhler

Lukas Döhlers Arbeiten bewegen sich auf den Gebieten der Instrumentalmusik und der Elektronik. Als Geiger ist er im Ensemble INprogRES und im Junge Sinfonie Orchester der Tonhalle Düsseldorf tätig; zudem leite er seit drei Jahren künstlerisch das Projekt moersterclass! auf dem moers festival.

 

“Three Pieces in Search of Myself (III)”

Ding Jian Han (Komponist, Videokünstler, Geigenspieler), Martin Jaggi (Cellist)

Ding Jian Han ist ein Komponist aus Singapur, der sich von vielfältigen außermusikalischen Interessen inspirieren lässt, wie z.B. die Adaption von Schnitttechniken aus Hollywood-Actionfilmen in seiner Komposition Liman. In jüngster Zeit integiert er selbst gedrehte Kurzfilme in seine musikalischen Kompositionen.

 

„Auf – Zu“

Joseph Baader

Joseph Baader ist Komponist, Klangkünstler und Autor von Hörstücken. In seiner künstlerisch-forschenden Arbeit untersucht er Algorithmen, Räume, Mechanismen und Oberflächen auf ihr musikalisches und poetisches Potential.

 

„Body Techno – Bom & Jelly“

Bom und Jelly

Das „Body Techno“- Projektteam Bom und Jelly aus Seoul und Düsseldorf kommen den entfremdeten und vergessenen Empfindungen nahe. Die dadurch hervorgerufenen Geschichten erzählen sie durch Grafik und Sound.

Ding Jian Han

Joseph Baader